Essen ist auf Reisen nicht nur eine Notwendigkeit, es ist (oft) auch Vergnügen und eine Art das Land kennenzulernen. Hier ist der erste Teil des humorvollen Essens-ABC aus Mexico. (Teil zwei findet sich hier)
A – Avocado: Alle Welt liebt Sie, hier wachsen sie. Sie werden auch das grüne Gold genannt. Konsequenterweise hat das auch die mexikanische Mafia entdeckt. Avocadohandel ist bereits einer der erfolgreichsten Geschäftszweige. In Mexico kann man direkt vom Erzeuger kaufen, allerdings sind Avocados nicht billiger als in Deutschland.
B – Botaneros: Das sind alle Arten von Häppchen und kleinen Speisen. Botaneros werden oft auch in Kneipen angeboten, denn auf nüchternen Magen ist nicht gut trinken. Manchmal bekommt man Botaneros umsonst zum Getränk dazu, oder als Vorspeise im Restaurant. Die Regel ist, umso günstiger das Etablissement, desto eher bekommt man die Gratishäppchen.
Die Liebe zur Musik ist eine schöne Sache. Kann man Musik auch zu sehr lieben? Mexiko hat gezeigt, dass selbst das möglich ist.
Zum Beispiel in Veracruz, Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und die erste von den Spaniern gegründete Stadt. Wir sitzen gemütlich am frühen Abend im Gran Café del Portal und lauschen der Marimbagruppe, die jeden Abend dort spielt. Gesellt sich ein Gitarrenspieler zu uns, der uns zusätzlich eine Kostprobe seines Könnens präsentiert, in der Hoffnung vielleicht von uns engagiert zu werden. Kurz darauf erscheint ein zweiter Gitarrenspieler, der uns ebenfalls etwas vorspielt, leider noch ein anderes Lied. Scheint aber sonst keinen hier zu stören.
Wir gehen ein paar Schritte weiter zum Hauptplatz. Vor dem Rathaus findet ein kulturelles Event statt und wir setzen uns auf eine der Bänke. Eine kleine Kapelle spielt und ein Tanzpaar zeigt traditionelle Tänze dazu. Kurz darauf startet allerdings die Salsaband an der rechten Seite des Platzes – stimmungsvoll und recht laut. So laut, dass die Tänzer ihre eigene Kapelle nicht mehr hören können und schließlich ratlos aufgeben. Die Salsaband ist gut, allerdings ist das Lokal, vor dem sie spielen, fast leer, denn dort ist die Lautstärke viel zu hoch. Wir setzen uns zwei Gartenlokale weiter und haben immer noch einen prima Sound. Die vereinzelten Straßenmusiker, die trotzdem versuchen den Gästen ein privates Ständchen anzubieten, haben kaum eine Chance. Macht die Salsaband dann aber Pause, wird diese umso vehementer genutzt. Mariachibands, Solomusiker, Sänger und Kleinkünstler schwärmen aus und fallen über die Bar- und Restaurantgäste her, wie ein Schwarm hungriger Mücken auf nichteingesprühte Fußknöchel. Zumindest bis die Salsaband wieder loslegt …
Wir hatten ein gutes Hotel in Veracruz, das traditionsreichste Gran Hotel Diligencias, direkt am Hauptplatz gelegen. Im Zimmer hatte man immer noch das Gefühl, die Bands würden direkt neben dem Bett weiterspielen. Spät in der Nacht verstummt die Salsaband, was den Mariachimusikern nochmals eine Gelegenheit gibt. Dann ist irgendwann Ruhe, zumindest bis frühmorgens die Bänke und der Platz von der Stadtreinigung gekärchert werden.
Blick aus dem Hotel in Veracruz
Reisen bildet, macht Spaß und hat vor allem viele humorvolle Seiten. Der digitalprintexpert ist auf Reisen und schreibt in lockerer Folge über Erlebnisse, Gesehenes und Gehörtes. Ein komplettes Verzeichnis aller bisher veröffentlichten Berichte findet sich hier.
Der digitalprintexpert ist auf Reisen – zur Zeit in Mittelamerika. Deshalb findet sich hier eine lose Folge von Artikeln oder Bemerkungen zu Erlebnissen und Eindrücken von unterwegs. Heute geht es über Hotels.
Erwartet einen Hotelgast ein langer Gang mit einer Reihe solider Türen und vergitterten Fenstern, hat man ein typisches Hotel in Lateinamerika betreten. Im besten Fall umgibt der Gang einem Innenhof – im schlechteren verschwindet er in den dunklen Tiefen des Gebäudes. Auch die Zimmer selbst versprühen oft den Charme einer Ausnüchterungszelle: kahl, der Boden gefliest und durch das vergitterte Fenster fällt spärliches Licht. Das Bett ist mit mehr oder weniger bunter Polyesterbettwäsche bezogen, und aus Richtung Badezimmer weht ein leichter Muffgeruch herüber. Die nackte Neonlampe an der Decke sorgt für die passende Stimmungsbeleuchtung
Nicht selten werden so viele Betten in einen Raum gequetscht, wie nur irgendwie hineinpassen. Von Ablageflächen oder gutem Zugang zu allen Betten kann keine Rede sein. Doch die Familien reisen hier mit Kind und Kegel, Oma und Onkel, Nichten und Nachbarn – da wird jeder Schlafplatz gebraucht. Der Rest findet Platz in einer aufgespannten Hängematte.
Zum Glück gibt es auch andere Unterkünfte: schöne, geschmackvoll eingerichtete Zimmer. Der zunehmende westliche Tourismus, AirBnB und Ikea haben eben auch ihre positiven Seiten. Manchmal allerdings hat man aber kein Glück.
Reisen bildet, macht Spaß und hat vor allem viele humorvolle Seiten. Der digitalprintexpert ist auf Reisen und schreibt in lockerer Folge über Erlebnisse, Gesehenes und Gehörtes. Ein komplettes Verzeichnis aller bisher veröffentlichten Berichte findet sich hier.
Der digitalprintexpert ist auf Reisen und schreibt in lockerer Folge über Erlebnisse, Gesehenes und Gehörtes – insbesondere über die humorvollen Seiten des Reisens. Hier ist die Liste aller bisher geposteten Berichte. Weitere werden folgen.
For the time being all travel adventures will be in German. If you would like to see an English version, please send me a message to ralf@digitalprintexpert – if there is enough interest, I will attempt a translation.
Drupa 2024 is only days away. I will attend for seven days. This will be my eighth drupa, after starting in 1990 still as a printing technology student. Attending a drupa has always been a highlight, first in my job in R&D and especially as an analyst and industry expert for digital print technologies.
Me explaining the DICOweb at drupa 2000
There has been some talk about the relevance of trade shows lately. Especially, after the pandemic-induced break and the rise of virtual fairs or presentations. Also, budgets are getting tighter and the audience for print shows, printing companies, is dwindling.
Still, I find that trade shows are important, and even if participants should always question the value of attending, I believe the industry needs a flagship tradeshow like drupa. Here are a couple of reasons why drupa still matters:
Print is technology driven. Granted, the business model needs to come first but using technology is still required and does make a difference in capabilities and costs.
Online events are not an adequate substitute. Too little chance to ask questions (especially the ones not asked in front of a big audience), limited views on what is presented, and little detail in general. Moreover, virtual presentations are not always that efficient considering the info you get and the time you spend. I covered the virtual drupa in 2021 (here, here, here and here) and while it was entertaining in parts, the content was not that helpful.
Print is tactile; hence I want to hold the output of a press/embellishment/finishing device in my hand. Also, a close look at the build of a piece of equipment is telling.
Trade shows are networking places. The best information still stems from personal conversations, based on the trust created between persons meeting physically.
Open houses are great but they are not as efficient as trade shows. In seven days, I will probably talk to 50 different companies. At an open house (including travel), I spend two days to speak to one company.
Traditionally drupa is the one place where suppliers not only share their technology roadmap, they also show prototypes and technology demos. Suppliers get feedback on technologies, customers the insurance that suppliers are investing in new, competitive technologies. Everybody gets an idea of future possibilities and how to build ecosystems around it.
The serendipity of trade shows should not be underestimated. We tend to be well informed about the technology areas directly affecting us and vendors will make sure that we get those news. However, print is versatile, full of niches, and changing constantly, so it makes a lot of sense to get inspired and what might be a market to enter in the future or how to use new tech to become more efficient.
The big question is, do exhibitors achieve an ROI? Usually, equipment is not sold anymore directly on the trade show floor. Smaller companies certainly do benefit most, as a trade show is their best platform to showcase their products and services. Bigger companies still benefit from a close customer contact by presenting new tech and their complete portfolio, personal contacts to customers and prospects, and by showing their solutions as part of a partner workflow (or find these partners). If a company is strictly cost driven and doesn’t have new technologies to present, it should not exhibit as the expenses are substantial. At the same customers and potentials should deduct that the company is not investing in new technologies, which will be a concern in the future
For me, there are many reasons why drupa still matters. I believe it is also good for the industry to have that one focal point where everything and everybody converges.