Kartenspiele und Internet

Heutzutage geht selbst beim Rucksackreisen kaum noch etwas ohne Internet. Und weil WLAN ungefähr so zuverlässig ist wie ein Busfahrplan im Dschungel, braucht man mobiles Internet. Leider ist Lateinamerika nicht die EU – für jedes Land benötigt man eine eigene SIM-Karte. Das heißt: sieben Länder, sieben SIM-Karten.

Eine Auswahl an Telefonkarten

Autofahren

Tina befürchtet, dass ich mir bei den (wenigen) Gelegenheiten, bei denen wir einen Mietwagen haben, zu viel vom lokalen Fahrstil abschauen könnte. Und tatsächlich gibt es hier ein paar ungewohnte Regeln beim Autofahren:

Die Höchstgeschwindigkeit richtet sich weniger nach Schildern als nach Fahrbahnbeschaffenheit und Bauchgefühl. Durchgezogene Linien sind eher unverbindliche Empfehlungen und halten niemanden vom Überholen ab. Zebrastreifen bedeuten, dass Fußgänger besser warten, bis die Autos vorbeigezogen sind. Blinken ist optional und kann so ziemlich alles heißen. Anhalten ist grundsätzlich überall erlaubt – auf allen Straßen und auf beiden Seiten.

Frösche retten

Zu den vom Klimawandel und menschlichen Eingriffen in die Natur am stärksten betroffenen Tiergruppen zählen, neben den Korallen, auch die Amphibien. Aufgrund ihrer dünnen Haut sind sie besonders anfällig für Umweltgifte, klimatische Veränderungen und plötzliche Trockenperioden. Hinzu kommt ein Pilz, der vor allem in kühleren Höhenlagen verbreitet ist und Frösche tötet. Auch dieser wurde durch menschliches Zutun weiterverbreitet und ist inzwischen nahezu weltweit anzutreffen. Aber es gibt Möglichkeiten Frösche zu retten.

Atelopus Zeteki (Goldener Frosch) – in freier Natur ausgestorben

Warum Leise, wenn es auch Laut geht

Stille ist in Lateinamerika kein Wert an sich. Es gibt sie – natürlich. Man begegnet ihr hin und wieder. Aber es scheint kein besonderes Bedürfnis zu geben, sie festzuhalten, zu pflegen oder gar wiederherzustellen, wenn sie einmal verschwunden ist.

Im Spanischen gibt es nicht einmal ein Wort für „laut“ – am nächsten kommt „ruidoso“, was jedoch eher „lärmig“ bedeutet. Für ein neutrales „laut“ existiert kein eigener Begriff. Auch für „leiser“ gibt es kein einzelnes Wort – man muss es umschreiben. Kurz gesagt: Auf allen Ebenen fehlt ein Gespür dafür, wann etwas „laut“ oder „zu laut“ ist. Das kann Musik betreffen, ein Telefonat, ein Handyspiel, Motoren, Bauarbeiten, Lüftungen, Gespräche – alles, was sich in der Nachbarschaft, im Bus oder auf der Straße abspielt.

Beobachtungen und Bemerkungen – Teil 2

Manchmal sieht oder bemerkt man Kleinigkeiten, die einfach interessant, bemerkenswert oder lustig sind – und deshalb wert sind aufgeschrieben zu werden. Hier ist aus der kleinen Sammlung der 2. Teil:

 

Die nationale Fluglinie von Belize heißt Tropic Air. Meine Schwester meint, es hört sich an wie eine schlechte Vorabendserie. Stimmt! Aber schon toll in einer kleinen Cessna über die Inseln zu gleiten und sich dabei mit dem Piloten zu unterhalten. Fast ein Privatflug zum Linientarif. Und alle Wham!-Fans können jetzt mitsingen: „Air Tropicana drinks are free …“